SELBSTVERMARKTUNG FÜR MUSIKER*INNEN – neuer DigiMediaL Aufbaukurs

Mit der Vielfalt an (zum Teil sogar kostenlosen) Kommunikations-, Vermarktungs- und Distributionskanälen im Internet (Online-Streaming-Dienste, Social Networks, Präsentations-Plattformen für Musikschaffende, digitale Labels u.v.m.) sollte das mit der Selbstvermarktung für Musiker*innen doch eigentlich ganz einfach sein – oder? So viele Möglichkeiten, die eigene künstlerische Arbeit auch mit kleinem Budget und unabhängig von einem großen Label zu vermarkten… Aber welche dieser vielen Selbstvermarktungsmöglichkeiten taugen was, welche sind morgen schon wieder vergessen, auf welchen erreiche ich meine potentielle Zielgruppe am zuverlässigsten?

pexels-photo-40077Wie also das Projekt Selbstvermarktung angehen, wo anfangen, wie aus dem reichen Angebot auswählen? Wer sich selbst sicht- und hörbar machen möchte, muss effektive Strategien entwickeln und diese konsequent umsetzen. Auch wenn dem Begriff Marketing in der künstlerischen Welt noch immer ein ökonomisch-schaler Beigeschmack anhaftet, können Künstler*innen heute auf eine strategische Selbstvermarktung nicht mehr verzichten. Der DigiMediaL Aufbaukurs – SELBSTVERMARKTUNG FÜR MUSIKER*INNEN bietet Berliner Musikschaffenden mit Vorkenntnissen im Marketing genau dabei wichtige Hilfestellungen. Das neue Weiterbildungsformat, das ab dem 23. Januar 2017 erstmals angeboten wird, soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Alle Informationen zum Kurs und zur Bewerbung unter: http://digimedial.de/aufbaukurs-selbstvermarktung-fuer-musikerinnen/

An wen richtet sich der Kurs?

Der DigiMediaL Aufbaukurs – SELBSTVERMARKTUNG FÜR MUSIKER*INNEN am UdK Berlin Career College steht allen Berliner Musikschaffenden offen, die bereits ein erstes grobes Selbstvermarktungskonzept für sich erstellt haben bzw. gerade erstellen. Wer dieses Konzept mit der Unterstützung von Expert*innen aus der Branche und im Feedback-Dialog mit anderen Musiker*innen weiter ausbauen, auf seine Marktfähigkeit prüfen und zur Umsetzungsreife bringen möchte, ist im Kurs genau richtig. Dabei ist es egal, ob das Konzept auf den nächsten Record Release, die kommende Tourvermarktung, eine Förderakquise oder die weitere Positionierung am Markt ausgerichtet ist. Eine beispielhafte Vorlage für ein Marketing-Konzept kann auf der Website http://digimedial.de/aufbaukurs-selbstvermarktung-fuer-musikerinnen/ runtergeladen und genutzt werden.

Was bietet der Kurs?

Der zertifizierte Kurs findet erstmals vom 23. Januar bis 15. Februar 2017 statt und ist auf 10 Teilnehmer*innen beschränkt, um konzentriertes Arbeiten zu gewährleisten. Er ist berufsbegleitend angelegt und umfasst 4 Wochen mit jeweils zwei Vormittags-Sessions pro Woche. Bewerbungsvoraussetzung und Arbeitsgrundlage ist ein (grobes) individuelles Marketing-Konzept, das im Kursverlauf geschärft und zugespitzt werden soll. Wichtigstes Kursziel ist, die Selbstvermarktungskonzepte der Teilnehmenden durch den Input von Branchenvertreter*innen und das Feedback der anderen Kursteilnehmenden weiterzuentwickeln. Die einzelnen Konzepte werden in intensiver Gruppenarbeit auf ihre Marktfähigkeit überprüft und optimiert, so dass das Konzept nach Ende des Kurses und mit Unterstützung des gewonnenen Netzwerks umgesetzt werden kann: Überzeugen meine Ideen für eine kreative Vermarktung meines Projektes? Passt mein Wording zur Zielgruppe? Habe ich mein Konzept effektiv auf das gesteckte Ziel ausgerichtet (z.B. Verkaufssteigerung beim nächsten Record-Release, höherer Kartenabsatz bei der kommenden Tour, mehr Follower auf Facebook oder überhaupt eine erhöhte Reichweite in den sozialen Medien zum Ausbau der eigenen Fanbase, usw.)? Komme ich mit meinem Budget- und Zeitplan hin?

Der Kursablauf und die Arbeitsmethode

Wie genau läuft der Kurs ab und wie funktioniert das mit dem Feedback zu meinem Konzept? Ganz einfach: Nach einem kurzen professionellen Input zu spezifischen Bereichen aus dem professionellen Musikmarketing – z.B. zu Themen wie Zeitmanagement und gute Vorbereitung, der Visualisierung von Business-Plänen, Facebook-Adds und Social Media oder den geheimnis-umwobenen 10 Popstar-Thesen – widmet sich jeder Seminartag den Konzepten von jeweils 2 Teilnehmenden. Diese stellen zunächst nacheinander den aktuellen Stand ihres individuellen Marketing-Konzepts vor – dazu haben sie jeweils 20 Minuten Zeit. Im Anschluss werden die vorgestellten Konzepte mit den Kursteilnehmenden sowie den Branchenexpert*innen diskutiertimg_5725 und gefeedbacked. Dazu wird die so genannte Metaplan-Methode angewandt, eine Form der Diskussions-Moderation bei Gruppenarbeit, die mit Brainstorming und Pinnwand-Mindmaps zur Visualisierung der Arbeitsergebnisse arbeitet: Die Gruppe wird in 2 kleinere Gruppen à 4 Personen aufgeteilt, um 75 Minuten lang konzentriert an den beiden vorgestellten Konzepten zu arbeiten. Diese sollen dabei kritisch befragt und im gemeinsamen Brainstorming weiterentwickelt werden. Pinnwände zum Sammeln des Feedbacks sowie neuer Ideen werden natürlich bereit gestellt. Währenddessen steht der oder die Brancheworkshop-kreativnexperte*in mit ihrem Erfahrungs- und Wissenshorizont beiden Gruppen als Coach zur Verfügung, wird inhaltliche Verständnisfragen stellen und neue Impulse in die Diskussion einbringen. Am Ende jeder Session steht eine 30minütige Reflexionsphase, in der die Ergebnisse der Arbeitsgruppen noch einmal gebündelt und sortiert werden. Auch Rückbezüge auf den Input des Tages können dann hergestellt werden. Jede*r Teilnehmende geht am Ende seines Präsentationstages also mit einem Paket wertvoller Anregungen zu seinem individuellen Marketing-Konzept nach Hause – sowohl aus Experten- wie auch aus Kollegen-Sicht. Ergänzt wird der Kurs durch eine Beratungswoche, in der die Teilnehmenden je zwei Einzelcoachings à 90 Minuten mit einer oder einem der Dozent*innen ihrer Wahl erhalten. Das gibt Gelegenheit, das dividuelle Konzept noch einmal konzentriert durchzusprechen, gezielt noch offene Fragen zu klären oder sich zu konkreten Themen beraten zu lassen.

Die Dozent*innen des Aufbaukurses – Branchenexpert*innen

Wichtig für einen auf Grundkenntnissen aufbauenden Weiterbildungskurs im Bereich der Selbstvermarktung für Musiker*innen ist, dass die teilnehmenden Musikschaffenden von Expert*innen aus der Branche eine verlässliche Einschätzung zu ihren individuellen Marketing-Konzepten erhalten. Als Dozent*innen im Kurs mit dabei sind daher Personen mit langjährigen Erfahrungen bei Labels – Indie und Major –, als Label- und Vertriebsmanager*innen, im Publishing, im Management, im Consulting, als Coaches, im Musikmarketing oder auch im Musikrecht. Mit dabei sind:

vach_fbDésirée J. Vach – Gründerin von Snowhite Records / Managerin, GSA bei INgrooves Music Group / Stellv. Vorstandsvorsitzende beim VUT
Nach langjähriger Erfahrung bei verschiedenen Indie-Labels gründete Désirée J. Vach 2009 Snowhite Records. Das Label vertritt deutsche, skandinavische, Schweizer, luxemburgische, französische, US-amerikanische, englische und kanadische Bands in Deutschland, Österreich und der Schweiz und veröffentlichte unter anderem Alben der Bands Zoot Woman, The Sounds und You Say Party. Vertriebspartner ist die Universal Music Group und Roughtrade/Goodtogo. Zudem leitet sie bei dem amerikanischen Digitalvertrieb INgrooves Music Group als Manager GSA das Label-Produkt-Management sowie Sales und Marketing in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Daneben ist Désirée J. Vach stellvertretende Vorsitzende des VUT – Verband unabhängiger Musikunternehmen E.V.
goebel_fbChristian Goebel – Labelmanager bei Motor Entertainment
Christian Goebel arbeitet seit 4 Jahren bei Motor Entertainment, aktuell als Labelmanager. Zuvor schuf er sich mit einem Philosophie- und Volkswirtschaftsstudium in Bayreuth, Paris und Berlin sowie verschiedenen Tätigkeiten im Booking- und Eventbereich eine fundierte Grundlage in der Kreativwirtschaft und darüber hinaus. Vorträge und Workshops hielt und gab er bisher u.a. über Copyright, Labelmanagement und Künstleraufbau an der Popakademie Mannheim, dem Goethe Institut Minsk, der Universität der Künste Berlin u.v.m.

gieseking_fbGordon Gieseking – Gründer des Electronic Labels Project: Mooncircle / Label- und Vertriebsmanager bei der HHV Handels GmbH
Gordon Giesking ist Gründer des Electronic Labels Project: Mooncircle, der Musikplattform Finest Ego und Mitbegründer des Dubstep / Techno Sublabels Project Squared. Darüber hinaus arbeitet er als Label- und Vertriebsmanager bei der HHV Handels GmbH (hhv.de), als Moderator bei Red Bull Music Academy Radio und NTS Radio und im Social Media Bereich bei Ninja Tune.
janssen_fbSøren Janssen – Systemischer Coach und Geschäftsführer der Coaching Agentur Limelight Coaching / Gründer und Geschäftsführer der Managementagentur Maliboo Entertainment
Søren Janssen ist seit neunzehn Jahren in der Musik- und Entertainment-Branche in unterschiedlichen Funktionen tätig (u.a. Polydor, Universal Music) und zuletzt in Führungspositionen (Marketing und A&R-Director EDEL Records, Labelchef EMI-Electrola). Seit 2009 betreibt er seine eigenständige Managementagentur Maliboo Entertainment (MaLiBoo = Management, Lizenzen, Booking). Er managt und berät zahlreiche Künstler*innen aus den Bereichen Pop, Schlager, Singer-Songwriter sowie aus dem Non-Music Bereich. Seit Anfang 2015 ist seine Coaching Agentur Limelight Coaching auf dem Markt und kümmert sich um Coaching für Künstler*innen, Kreative und deren Umfeld. Søren Janssen ist Systemischer Coach, Business Aufsteller und arbeitet als REISS Profile Master (Persönlichkeits-Coach).
niestroj_fbChrissie Niestroj – Project Managerin bei der Domino Recording Company Deutschland GmbH
Ausgestattet mit einem fundierten theoretischen Wissen der Kulturbranche zog es Chrissie Niestroj nach dem Masterstudium im Bereich Music & Entertainment Management nach London. Dort war sie vier Jahre hauptsächlich im Künstlermanagement bei Quest (Arcade Fire, M.I.A., Lykke Li) tätig. 2014 kam sie nach Berlin und arbeitet dort als Projektmanagerin beim Indielabel Domino (The Last Shadow Puppets, The Kills, Hot Chip). Ihre Interessenschwerpunkte liegen im Bereich der Onlinevermarktung von Musik, Sozialen Medien und Streaming.

Der Kurs im Überblick

Der DigiMediaL Aufbaukurs – SELBSTVERMARKTUNG FÜR MUSIKER*INNEN läuft erstmals vom 23.01.- 15.02.2017, ist auf 10 Teilnehmende beschränkt und schließt mit einem qualifizierten Teilnahmezertifikat ab.  Bei einer Auftaktveranstaltung am 23.01.2017 von 19-21 Uhr haben alle Kursteilnehmenden die Gelegenheit, einander kennenzulernen. Kurstage sind der 24.01. (mit Désirée Vach), der 25.01. (mit Christian Göbel), der 31.01. (mit Chrissie Niestroj), der 01.02. (mit Søren Janssen) und der 14.02.2017 (mit Gordon Gieseking). Die Sessions finden  jeweils von 09.30-13 Uhr in Räumlichkeiten der UdK Berlin statt. In jeder Session erhalten die Teilnehmenden zunächst einen spezifischen Input der Branchenexpert*innen zu Themen aus dem professionellen Musikmarketing, bevor jeweils zwei Teilnehmende ihr individuelles Marketing-Konzept vorstellen und mit dem Kurs sowie den Expert*innen diskutieren. In der Beratungswoche vom 06. – 10.02.2017 erhält jeder Teilnehmende zweimal in 90minütigen Einzelgesprächen mit einem bzw. einer Dozent*in der Wahl die Möglichkeit, sich individuell coachen zu lassen. Am 15.02.2017 erfolgt in einer abschließenden Session eine Kompetenzmessung und Kursauswertung. Da das an das UdK Berlin Career College angegliederte Projekt „DigiMediaL – Profilbildung für Musik, Schauspiel und Bühne“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa kofinanziert wird, kann ein Teilnahmebeitrag in Höhe von insgesamt 95€ ermöglicht werden.

Wie kann ich mich bewerben?

Wichtigster Bestandteil der Bewerbung ist ein Selbstmarketing-Konzept, das im Verlauf des Kurses überprüft und optimiert wird. Dazu finden Interessierte eine Konzeptionsvorlage zum Download unter: http://digimedial.de/aufbaukurs-selbstvermarktung-fuer-musikerinnen/  ACHTUNG: Es müssen nicht alle Punkte im Detail konzipiert werden. Besonders wichtig ist eine klare Beschreibung des Projektes sowie eine eindeutige Herleitung und Begründung der Alleinstellungsmerkmale, Ziele, Zielgruppen und Maßnahmen. Bewerbungen sind noch bis zum 13.01.2017 möglich.
HIER ANMELDEN: http://digimedial.de/aufbaukurs-selbstvermarktung-fuer-musikerinnen/.

Der Anfang jeder Selbstvermarktungs-Strategie: Die Selbstpositionierung

Das Projekt „DigiMediaL_musik“ bietet bereits seit einigen Jahren – und seit 2016 unter dem neuen Namen „DigiMediaL – Profilbildung für Musik, Schauspiel und Bühne“ – Weiterbildungen für Musikschaffende im Selbstmarketing mit Schwerpunkt auf Social Web und Internet an. Die Kurse und Workshops vermitteln Musikschaffenden zentrale Hands-On Skills in der Selbstpräsentation, der Positionierung am Markt und der Selbstvermarktung.

Erste Schritte können Musikschaffende ohne Vorkenntnisse – und seit 2016 auch Akteure der Darstellenden Künste – in dem 4wöchigen Intensivkurs – KÜNSTLERISCHE POITIONIERUNG lernen (siehe Blog-Artikel vom 20.9.2016: http://www.blog.digimedial.de/neuer-digimedial-intensivkurs-kuenstlerische-positionierung/). Dort werden Methoden zur Analyse des eigenen künstlerischen Projekts bzw. der eigenen künstlerischen Identität, der entsprechenden Zielgruppe, des eigenen Potentials sowie der eigenen Marktposition vorgestellt und individuell angewandt: SWOT-Analyse, Zielgruppen-Analyse und -Definition, Umfeldanalyse und -Definition. Daneben wird ein Überblick über die Grundlagen des strategischen Marketings gegeben, die in einem Workshop erprobt werden. Auch erste Erfahrungen im Social Web können gesammelt werden. Der Intensivkurs vermittelt in zeitlich komprimierter Form alle wichtigen Instrumente, um die eigene künstlerische Positionierung zu entwickeln, auszuarbeiten – und damit die essentielle Basis für jedes strategische Vermarktungskonzept zu schaffen.

Wer die Basisarbeit für ein Selbstvermarktungs-Konzept geleistet und die eigene künstlerische Arbeit sowie die eigene Marktposition gründlich analysiert und dokumentiert hat, weiß besser Bescheid und kann gezielter auf dem Markt agieren: Wer bin ich? Was habe ich zu bieten und wem? Wer ist meine Zielgruppe und wen möchte ich erreichen? Was suche ich bzw. wer fehlt mir noch, um meine Musikkarriere in Gang zu bringen und richtig durchzustarten? Nur wer sich selbst gut kennt und die eigenen Ziele klar definieren kann, ist auch in der Lage, ein zielgerichtetes strategisches Selbstvermarktungs-Konzept zu erstellen und umzusetzen.

 

KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG – ein neues Weiterbildungsangebot von DigiMediaL

In Zeiten einer digitalisierten Welt bieten sich für Musikschaffende wie Akteure aus dem Bereich der Darstellenden Künste gleichermaßen vielfältige Möglichkeiten, sich und die eigene künstlerische Arbeit auch mit schmalem Budget öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Doch um ein erfolgversprechendes Marketing- und Kommunikationskonzept zu erarbeiten, ist es wichtig, sich selbst und das eigene Projekt genau zu kennen: Wer bin ich als Künstlerpersönlichkeit? Was hebt meine künstlerische Arbeit aus dem breiten Angebot auf dem Markt hervor – gerade in einer kulturell so vielseitigen Stadt wie Berlin? Wer ist meine Zielgruppe? Und welche realistischen Ziele kann ich mir setzen, um für mein Projekt ein strukturiertes und effizientes Vermarktungskonzept zu entwickeln? Erst wenn ich weiß, wer ich bin, wo meine Stärken und Schwächen liegen, was ich zu bieten habe und wo ich hin will, kann ich strategisch die richtigen Kanäle und Medien zur Kommunikation und Präsentation meiner künstlerischen Arbeit wählen.

Dieser erste und wichtige Schritt hin zu einer fundierten Selbstvermarktung wird in entsprechenden Weiterbildungsangeboten meist schlicht vorausgesetzt, ebenso wie die Kenntnis der dazu gehörigen Analysemethoden. Der vierwöchige berufsbegleitende DigiMediaL Intensivkurs KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG möchte diese Lücke schließen und bietet Berliner Musikschaffenden und Akteuren der Darstellenden Künste die Möglichkeit, sich im kreativen Dialog mit sich selbst und der eigenen Arbeit auseinanderzusetzen und voneinander zu lernen. Unter professioneller Anleitung von renommierten Expert*innen aus Musikbranche, Freier Szene und Marketing werden die notwendigen Analysemethoden erlernt und auf die eigene künstlerische Arbeit angewendet.

„Über den Kurs habe ich herausgefunden, wer meine Zielgruppe ist und über welche Kommunikationskanäle ich diese effektiv erreichen kann. Darauf werde ich meine zukünftige Kommunikations- und Marketingstrategie konzentrieren. Erste Schritte in diese Richtung habe ich bereits kurz nach Kursende unternommen.
Fee Stracke, Pianistin und Komponistin aus Berlin

 

DigiMediaL_musik und M³ MakeMeMatter ist jetzt DigiMediaL. Profilbildung für Musik, Schauspiel & Bühne

Bisher war das Programm des Projekts „DigiMediaL_musik“ – und entsprechend auch dieser Blog, wie der Name schon verrät – inhaltlich und thematisch auf Musikschaffende concert-752590_1920ausgerichtet. Warum bieten wir also nun einen Kurs an, der sich zugleich an Musikschaffende und Akteure aus den Darstellenden Künsten richtet? Weil wir glauben, dass Musiker*innen und Darsteller*innen viel voneinander lernen können und gerade in einer Stadt wie Berlin mit ihrem diversen und oft unübersichtlichen kulturellen Angebot häufig mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben: Was genau ist los in dieser Stadt? Wo finde ich meine Nische, ohne meine künstlerische Integrität zu verraten? Wie kann ich mich von meinen Mitkonkurrent*innen absetzen – oder durch geschickte Zusammenarbeit meine Reichweite vergrößern? Daher agieren die beiden Projekte „DigiMediaL_musik“ und „M³ MakeMeMatter“ am UdK Berlin Career College mit Start der neuen Projektphase nun unter einem Dach, kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung ballet-1657522_1920(EFRE) durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Mit einem neuen Programm möchten wir als „DigiMediaL – Profilbildung für Musik, Schauspiel & Bühne“ künftig Berliner Musikschaffende und Kreative aus der Musikbranche sowie Darstellende Künstler*innen aller Sparten dabei unterstützen, ihr künstlerisches Profil zu schärfen und ihre künstlerische Arbeit zielgerichtet zu präsentieren.

Was bedeutet KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG?

Unter dem Titel „KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG“ bietet das Projekt einen neuen Intensivkurs an, der sich an professionelle Berliner Akteure der Darstellenden Künste sowie Musiker*innen aller Sparten und Genres richtet. Der Kurs kombiniert die zentralen Seminarinhalte zur Strategiefindung aus den beiden früheren Zertifikatskursen „DigiMediaL_musik“ und „M³ MakeMeMatter“ und bringt Berliner Musikschaffende und Akteure der Darstellenden Künste zugleich in einen künstlerisch-kreativen Dialog.

Ausgangspunkt des berufsbegleitenden Weiterbildungsangebots ist die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Projekt und der eigenen Marktposition: Wer bin ich, was will ich, was genau ist mein Projekt, an wen richtet sich meine Arbeit und wer ist mein potentielles Publikum/mein potentieller Zuhörer/ein potentieller Käufer? Am Ende des vierwöchigen Kurses werden die Teilnehmenden über das notwendige methodische Know-How verfügen, um diese Fragen zu beantworten. Durch die Auseinandersetzung mit dem theoretischen und praktischen Input der Expert*innen sowie im Austausch mit den anderen Kursteilnehmenden kann das eigene Profil geschärft sowie das aktuelle künstlerische Projekt klarer umrissen werden. Die Teilnehmenden lernen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und diese für die eigene Positionierung nutzbar zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

Dieses grundlegende Wissen um die eigene Arbeit, die Position am Markt und die gesetzten Ziele ist ein nicht zu unterschätzender Fundus, der nicht nur die Basis ist für die Selbstdarstellung in unterschiedlichen Medien und Kanälen im Netz, sondern auch für die Kommunikation mit Labels, Agenturen, Veranstaltern, Bookern usw. sowie die Formulierung erfolgversprechender Förderanträge.

Was erwartet die Teilnehmenden im Kurs?

Im Verlauf des Kurses steht die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit sich selbst und dem jeweiligen künstlerischen Projekt (z.B. die nächste Einspielung, eine kommende Performance, die bevorstehende Gründung einer neuen Band/Performancegruppe/eines Ensembles u. A.). Das Ziel ist dabei keinesfalls, das Projekt an den Markt anzupassen – sondern genau umgekehrt: Das eigene Projekt, dessen potentielle Konkurrenz wie dessen potentielle Interessent*innen durch das Erlernen und Anwenden spezifischer Analyse- und Evaluationsmethoden genau kennen zu lernen, um es im nächsten Schritt sehr viel genauer beschreiben und damit gezisingers-843199-pixabayelter am Markt platzieren zu können. Begleitet werden die Kursteilnehmer*innen bei diesem (Kennen)Lernprozess von erfahrenen Profis aus Musikbranche, Freier Szene und Marketing. Als Dozent*innen mit dabei sind Sandy Schwermer (Performerin, concept & creation GET INTO PLAY), Alexander Beyer (Marketing BBB Agentur für Strategieberatung), Marc Nikoleit (Künstlerkollektiv I HEART RUHR YORK, Staatsoper Berlin), Philipp Schmitz (DigiMediaL_musik, Marketing BBB Agentur für Strategieberatung, FOM-Hochschule) und Philipp Schwenzer (DigiMediaL_musik, Marketingberatung für Musikprojekte).

Wer ist mit dabei? – die Expert*innen

Alexander Beyer studierte BWL mit Schwerpunkt Marketing in Berlin und war bereits während des Studiums als Unternehmer und freier Marketing-Berater in verschiedenen Branchen tätig. Derzeit betreibt er ein Tonstudio in Dresden sowie das Plattenlabel LUCA RECORDS und arbeitet u.a. für die Berliner Marketing-Agentur Marketing BBB.

– Marc Nikoleit ist Fachmann für Marketing und digitale Kommunikation, Medienpädagoge, und Künstler. Er hat jahrelange Erfahrung im Bereich Social Media und digitale Kommunikation, arbeitete unter anderem als Referent für Marketing & digitale Kommunikation an der Staatsoper Berlin und als Leiter Marketing & digitale Kommunikation für das Theaterfestival FAVORITEN 2014 in Dortmund. Er war für die Heinrich Böll Stiftung stätig, für die re:publica in Berlin, das Performing Arts Programm Berlin und arbeitete für verschiedene europäische Künstler*innen. Beim Künstlerkollektiv I HEART RUHR YORK im Ruhrgebiet hat er die Projektleitung sowie das gesamte Social Media Marketing inne. Marc Nikoleit steht selbst als Schauspieler und Performancekünstler auf der Bühne – im surreal-dadaistischen Theaterensemble Chapeau Club, dass er mit leitet.

– Philipp Schmitz ist Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer einer Berliner Marketing-Agentur und als Lehrbeauftragter an privaten Berliner Hochschulen mit Schwerpunkt BWL und Marketing tätig. Als Businesscoach begleitet er Teilnehmer*innen von unterschiedlichen UdK-Zertifikatskursen. Seit 2011 leitet er die Berliner Repräsentanz der TNP Agentur für Kommunikation und gründete 2012 mit einem Hochschulkollegen Marketing BBB, eine Agentur für Strategieberatung in Berlin-Mitte.

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Philipp Schwenzer, selbst leidenschaftlicher Sänger, macht Musiker in Einzel-Coachings und Workshops mit Fokus auf Kommunikation und Selbstvermarktung fit für den Aufmerksamkeitswettbewerb in der Musikbranche und begleitet kreative Geschäftsmodelle von der Ideenentwicklung bis zur Umsetzung. Zudem ist er als Kommunikationsmanager und Marketing-Berater für Unternehmen aus dem Musik- und Kreativbereich tätig.

Sandy Schwermer arbeitet als Spielerin und Regisseurin für Objekt- und Figurentheater auf der Schnittstelle von darstellender Kunst, bildender Kunst und Musik. Sie lebte eineinhalb Jahre in Montreal, Kanada, wo sie u.a. am Artistic Training Department des Cirque du Soleil die Artistic Coaches in Spielimprovisation mit Objekten unterrichtete. Aus den dort gesammelten Erfahrungen entwickelte sie unter dem Namen GET INTO PLAY (BEGIB DICH INS SPIEL) eine Methode der künstlerischen Vermittlungspraxis in Theorie und Praxis, die sie seither stets weiterentwickelt. Als freischaffende Dozentin arbeitet sie regelmässig an Universitäten mit den Schwerpunkten künstlerische Produktionsweisen und Interdisziplinarität.

Neben dem eigentlichen Kurs, der vier Wochen dauert, erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, im Zweierteam ein Beratungsgespräch mit einem Profi ihrer Wahl zu führen. Für die Beratungsgespräche steht ein Pool aus über 40 Expert*innen aus den Bereichen Musik, Darstellende Kunst, Kultur Wissenschaft und Marketing zur Verfügung. Am Ende des Kurses wird ein Zertifikat ausgestellt.

Und wie geht es danach weiter?

Der DigiMediaL Intensivkurs KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG findet im DigiMediaL Aufbaukurs MARKETINGKONZEPT seine inhaltliche Fortsetzung. Während die Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Identität und der Positionierung der eigenen künstlerischen Arbeit zentrales Thema des Intensivkurses ist, liegt der Fokus im Aufbaukurs auf der Entwicdigimedial-intensivkurs_01klung eines konkreten Marketingkonzepts.

Und während der Intensivkurs Musikschaffende und Akteure der Darstellenden Künste in einen künstlerisch-kreativen Austausch bringt, wird das Format des Aufbaukurses in zwei Varianten angeboten, die sich jeweils auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der beiden Zielgruppen konzentrieren: ein Kurs wird sich ausschließlich an Musikschaffende, der zweite ausschließlich an Akteure der Darstellenden Künste richten. Interessierte Künstler*innen bewerben sich für diesen Kurs mit einem Entwurf für ein Marketingkonzept, das im Verlauf des Kurses, im Feedback der Teilnehmenden untereinander und im Dialog mit Expert*innen fertig ausgearbeitet wird. Um eine intensive Workshop-Situation zu schaffen, ist die Teilnehmendenzahl für den Aufbaukurs auf 10 begrenzt. Start dieses Weiterbildungsangebots ist im Frühjahr 2017.

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Praktische Informationen zum Kurs

„DigiMediaL – Profilbildung für Musik, Schauspiel & Bühne“ ist ein Projekt des UdK Berlin Career College und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Fond für Regionalentwicklung (EFRE) durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten kofinanziert. Dadurch kann der Intensivkurs KÜNSTLERISCHE POSITIONIERUNG mit einem erstaunlich günstigen Teilnahmebeitrag in Höhe von insgesamt 95€ angeboten werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden einm entsprechendes Zertifikat. Das Weiterbildungsangebot richtet sich sowohl an Musikschaffende wie auch an Akteure der Darstellenden Künste aus Berlin. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis (Arbeitsproben) über eine professionelle Tätigkeit im Bereich Darstellende Kunst oder Musik in Berlin. Der Kurs ist auf 20 Teilnehmende beschränkt. Der nächste Kurs findet vom 22. November bis 13. Dezember 2016 statt – Bewerbungen sind noch bis zum 14.11.16 möglich über die Website von DigiMediaL: http://digimedial.de/intensivkurs/

PROFESSIONELL LIVE ON STAGE: Neuer Zertifikatskurs DigiMediaL_musik OnStage. Jetzt bewerben!

In Zeiten rückläufiger Umsätze im Tonträgerverkauf gewinnt das Live-Entertainment als direkte Erlösquelle für die Musiker*innen immer weiter an Bedeutung. Jedoch existiert in Berlin bisher kein Qualifizierungsangebot, das das notwendige Wissen für die damit zusammenhängenden Bereiche (Booking, Buchhaltung, Event-Marketing, Kooperationen etc.) … Weiterlesen